Aktuelle Infos zu Gottesdiensten, Kindertagesstätten und Erzbischöflichen Schulen

25. Januar 2021 Newsdesk

Die Corona-Pandemie wirft auch in der Kirche und ihren Einrichtungen viele Fragen auf. Im Mittelpunkt steht der Schutz der Menschen und ihrer Gesundheit. Es gilt, in allen Bereichen verantwortlich zu handeln. Die Hinweise und Regelungen zum Umgang mit der Corona-Pandemie im Erzbistum Köln auf dieser Seite werden regelmäßig aktualisiert.

„Ich bin froh und erleichtert, dass wir trotz der neuen Restriktionen, die jetzt nötig geworden sind, unsere Gottesdienste weiterhin feiern können. Gerade jetzt brauchen wir das gemeinsame Gebet mehr denn je. Und wir sollten in dieses Gebet alle Corona-Kranken einschließen, aber auch alle, die jetzt indirekt von diesen Maßnahmen betroffen sind, weil sie etwa um ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz fürchten oder unter Einsamkeit leiden.“ (Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki am 29. Oktober)

Letzte Aktualisierungen:

25.01.: Regelungen zu Kindertageseinrichtungen

22.01.: Regelungen zu Gottesdiensten

22.01.: Regelungen zum Blasiussegen und zur Asche-Austeilung an Aschermittwoch

Als Gesellschaft gehen wir in den zweiten Lockdown dieses Jahres. Als Kirche tragen wir unseren Teil dazu bei, können aber glücklicherweise anders als noch im Frühjahr die Weihnachtsliturgie in verantworteter Weise auch gemeinsam in öffentlichen Gottesdiensten feiern. Der hohe Standard des Hygienekonzepts wurde kürzlich auch von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina bestätigt.

Auch die neugefasste Coronaschutzverordnung NRW erlaubt es unserer Kirche gem. § 1 Abs. 3, das Schutzkonzept für den grundrechtlich geschützten Bereich der Religionsausübung und damit insbesondere für den liturgischen Bereich in eigener Verantwortung zu regeln. Dabei sollen sich die kirchlichen Regelungen an den Vorgaben der Coronaschutzverordnung orientieren.

Für das Erzbistum Köln gelten folgende Regelungen für Gottesdienste:

  • Die lokalen Behörden sind von den Seelsorgebereichen über die Tatsache zu informieren, dass im Seelsorgebereich Gottesdienste bzw. andere Versammlungen zur Religionsausübung unter Einhaltung der Coronaschutzverordnung und den mit der Staatskanzlei abgesprochenen kircheninternen Regeln in Präsenz stattfinden. Eine Übermittlung der einzelnen Gottesdienste und Versammlungen ist nicht mehr nötig. 
  • Es gelten die Regelungen der jeweiligen Coronaschutzverordnung zum Mindestabstand, zur Maskenpflicht sowie zur einfachen Rückverfolgbarkeit.
  • Der Gemeindegesang ist verboten – auch im Freien.
  • Bei Gottesdiensten, in denen Besucherzahlen erwartet werden, die zu einer Auslastung der Platzkapazitäten führen könnten, ist eine Anmeldung vorzusehen.
  • Der Mindestabstand zwischen Gläubigen beträgt 1,5 m, da Gemeindegesang zurzeit nicht möglich ist. Familien oder häusliche Gemeinschaften werden wie bisher nicht getrennt.
  • Wenn mehrere Gottesdienste in Folge gefeiert werden, soll in Rheinland-Pfalz ein Zeitraum von mindestens einer Stunde zwischen Ende und Anfang des jeweiligen Gottesdienstes freigehalten werden.
  • Die zulässige Teilnehmerzahl pro Gottesdienst in einer Kirche wird auf 250 Personen begrenzt, im Freien auf 500 Personen.
  • Die Gottesdienstbesucher tragen eine Medizinische Maske, auch am Sitzplatz. . Als medizinische Masken gelten die sogenannten OP-Masken, FFP2-Masken sowie Masken des Standards KN95/N95.
    Gottesdienstbesucher, die aus medizinischen Gründen mit Attest von der Maskenpflicht befreit sind, tragen ein Schutzvisier. Ausgenommen sind Zelebranten, liturgische Dienste, Lektoren und Vorsänger – unter Wahrung des Mindestabstandes. Kinder bis zum schulpflichtigen Alter sind von der Maskenpflicht befreit. Soweit Kinder unter 14 Jahren aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, ist ersatzweise eine Alltagsmaske zu tragen.
  • Wer Symptome einer Erkrankung aufweist oder bei wem der Verdacht auf Erkrankung besteht, soll auf die Teilnahme an Gottesdiensten verzichten. Er soll auch keinen liturgischen Dienst ausüben.
  • Die Sonntagspflicht bleibt vorerst ausgesetzt. Sie sind eingeladen, den Sonntag auf eigene Weise zu heiligen, sofern der Besuch der Heiligen Messe nicht möglich ist.
  • Das "Gotteslob" kann den Gläubigen zur Verfügung gestellt werden, wenn zwischen zwei Nutzungen mind. 72 Stunden liegen.

Gottesdienste im Freien

Liturgische Feiern im Freien sind mit den örtlichen Behörden abzustimmen. Die zulässige Teilnehmerzahl pro Gottesdienst beträgt maximal 500 Personen. Die Teilnhemer sollen dabei maximal geschützt werden. Auch bei liturgischen Feiern im Freien gilt eine permanente Maskenpflicht (medizinische Masken) und Gemeindegesang ist nicht möglich.

Sonderregelungen für Regionen mit Inzidenzwert über 200

Ergänzend bzw. abweichend zu o.a. Regelungen gelten in Hotspot-Regionen mit einer Inzidenz über 200 folgende Bestimmungen:

  • Die maximale Dauer eines Gottesdienstes beträgt 45 Minuten.
  • Es ist für eine Reduzierung der Gottesdienstbesucher in der jeweiligen Kirche um 30% zu sorgen. Dies soll durch die Erhöhung des Mindestabstandes von 1,5 m auf 2 m erfolgen (entspricht +33 %).
  • Freiluftgottesdienste müssen auf maximal 250 Besucher reduziert werden.

Persönliches Gebet

Die Kirchen sollen nach Möglichkeit zu den gewohnten Zeiten in der je üblichen Weise und unter Beachtung der bekannt gemachten Hygieneregeln für das persönliche Gebet geöffnet bleiben; hierbei sind in jedem Falle die jeweils geltenden amtlichen Verfügungen (z.B. Versammlungsbeschränkungen oder -verbote) maßgeblich. Die Spendung der Hl. Kommunion für Schwerkranke und Sterbende sowie der Krankensalbung erfolgt in der bisher gewohnten Weise.

Die Sternsinger können aufgrund der geänderten Lage nicht von Haus zu Haus gehen. Die Aktion fällt allerdings nicht aus, sondern läuft anders ab – das Kindermissionswerk sammelt zur Zeit Ideen für ein kontaktloses Sternsingen: www.sternsinger.de/sternsingen/sternsingen-und-corona/ideen-tipps/

Das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ setzt gemeinsam mit den Sternsingern in den bundesweit rund 10.000 Pfarreien auf ein kontaktloses Sternsingen mit alternativen Aktionsformen: Segensbriefe und -pakete werden zugeschickt oder verteilt, digitale Sternsingerbesuche sind möglich, in den Gottesdiensten liegt der Segen bereit.

Die Sternsingeraktion wird bis zum 2. Februar verlängert, so haben alle länger Zeit den Segen zu erhalten.

Der Leitgedanke der engagierten Mädchen und Jungen in Coronazeiten bleibt: „Heller denn je – die Welt braucht eine frohe Botschaft!“

> Aktuelle Infos und Ideen unter www.sternsinger.de/corona

Der Blasiussegen kann ab dem Vorabend des Gedenktages des Hl. Blasius und auch am folgenden Sonntag von der Ersten Vesper an erteilt werden. Grundsätzlich muss er jedem einzeln gespendet werden. Sollte Ihnen keine schützende Plexiglasscheibe zur Verfügung stehen, dann sind angesichts der Corona-Pandemie dabei auf jeden Fall der Hygieneabstand einzuhalten und von allen eine medizinische Maske zu tragen.

Das Erzbistum empfiehlt außerdem den Segenszuspruch einmalig für alle gemeinsam zu sprechen (dann anders als im Benediktionale, Nr. 6, im Plural) und den Segen im Anschluss einzeln mittels zweier in Kreuzform verbundenen Kerzen, die vorher mit dem vorgesehenen Gebet gesegnet worden sind, und des Kreuzzeichens zu spenden.

Für die Austeilung der Asche am Aschermittwoch hat die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung folgende Regelung mitgeteilt: 

Nachdem der Priester das Segensgebet über die Asche gesprochen und sie ohne weitere Begleitworte mit Weihwasser besprengt hat, spricht er einmal für alle Anwesenden die im Römischen Messbuch enthaltene Formel: „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium“ oder „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst“. Dann setzt der Priester die Maske auf, um Nase und Mund zu bedecken, reinigt seine Hände, und legt denjenigen, die zu ihm herantreten, die Asche auf oder nähert sich, wenn es angebracht ist, denjenigen, die an ihrem Platz stehen. Der Priester nimmt die Asche und lässt sie auf das Haupt eines jeden fallen, ohne etwas zu sagen.

In den Gemeinden des Erzbistums war bislang vielfach die Bezeichnung mit dem Aschekreuz auf der Stirn üblich. Dies ist in diesem Jahr nicht möglich! Daher wird die Asche auf das Haupt gestreut, um den Körperkontakt zu vermeiden. Dies entspricht ohnehin eher der Formulierung im Messbuch, dass der Priester die Asche „auflegt“, und bringt auch das Gemeinte gut zum Ausdruck, wenn man an die Redewendung „Asche auf mein Haupt“ denkt. Dennoch ist dies wohl für die überwiegende Zahl der Gläubigen ungewohnt, so dass die Änderung in der Zeichenhandlung kommuniziert werden sollte.

Neben Gottesdiensten sind auch andere Versammlungen zur Religionsausübung erlaubt. Katechesen, Glaubensgespräche, Bibelkreise o.ä. können mit den üblichen Abstandgeboten und Tragen der Alltagsmaske mit bis zu 20 Personen stattfinden. Lüftung und Rückverfolgbarkeit sind sicherzustellen. Das Erzbistum empfiehlt jedoch ausdrücklich, auf diese Begegnungen aktuell zu verzichten.

Dringend notwendige Sitzungen des PGR und des KV sind in Gemeinderäumen mit max. 20 Personen nur dann möglich, wenn sie nachweislich nicht als Telefon- oder Videokonferenz durchgeführt werden können.

Alle nicht-liturgischen und nicht-katechetischen Veranstaltungen und Versammlungen der Pfarrei und Veranstaltungen von Externen in Gemeinderäumen sind bis zum 10.01.2021 untersagt. Dies gilt auch für Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendverbände.  

In Kirchenräumen sollte möglichst eine relative Luftfeuchte zwischen 50 und 60 % herrschen. An kalten Tagen mit trockener Luft draußen kann dieser Wert nur bei niedrigen Innenraumtemperaturen - ggf. zwischen 10 bis 12 Grad erreicht werden. Wer einmal in einer kalten Winternacht im ungeheizten Dom die Christmette bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt mitgefeiert hat, der würde eine Raumtemperatur von 12 Grad bereits als angenehm empfinden.

Wie Diözesanbaumeister Martin Struck gegenüber der Kirchenzeitung sagte, diene die Empfehlung der genannten relativen Luftfeuchte vor allem der Verhinderung der zu leichten Ausbreitung von Viren tragenden Aerosolen, die maßgeblich für die Infektion mit Corona verantwortlich gemacht werden. „Im Winter ist die Luft ohnehin besonders trocken. Durch das Heizen würde diese geringe Luftfeuchtigkeit dann noch mehr reduziert. In der Folge könnten die Aerosole ‚trocknen‘ und die Viren sich leichter verbreiten als in feuchterer Luft.“

Erschwerend komme hinzu, dass die in den meisten Kirchen eingebauten Heizungen Warmluftheizungen seien, die die Luft verwirbelten und dadurch ebenfalls zu einer stärkeren Verbreitung der Aerosole beitrügen. Deshalb laute die Empfehlung, die Heizungen auf niedriger Grundtemperatur zu betreiben und sie spätestens 30 Minuten vor Beginn des Gottesdienstes abzuschalten.

Dringend rät der Diözesanbaumeister von der ansonsten empfohlenen Methode, die Räume während der Nutzung zu lüften, ab. „Bei Kirchen führen offene Türen und Fenster zu ungleichmäßigen Luftbewegungen, zum Absinken der relativen Luftfeuchte und Verteilung von Viren. Der Vorteil von Kirchenräumen – ihr großes Luftvolumen in Relation zur Nutzerzahl – erlaubt einen kurzzeitigen Verzicht auf die Lüftung währen des Gottesdienstes. Selbstverständlich muss man danach unbedingt wieder für frische Luft sorgen.“

Abgesehen davon, dass mit den empfohlenen Maßnahmen Gesundheitsvorsorge betrieben werde, schone ein Absenken der Raumtemperatur und die damit einhergehende Erhöhung der relativen Luftfeuchtigkeit die hölzernen Kunstwerke und Orgeln.
(Kirchenzeitung Köln/Robert Boecker)

Gemeindegesang

Der Gemeindegesang ist zur Zeit verboten – auch im Freien.

Chorproben und Chorgesang

  • In Rheinland-Pfalz ist Chorgesang verboten.
  • In NRW können Chorgruppen im Gottesdienst singen. Wir empfehlen, dass die Gesamtzeit des Singens bei einer Raumhöhe bis 5 Metern nicht über 5 Minuten liegt, bei Raumhöhen bis 10 Metern nicht über 10 Minuten, bei Raumhöhen bis 20 Metern nicht über 20 Minuten und bei Raumhöhen über 20 Metern nicht über 30 Minuten. Wir empfehlen insgesamt einen zurückhaltenden Umgang mit dem Chorgesang. 
  • Chorproben sind aktuell nicht gestattet. Ausnahme sind Proben für einen konkreten Gottesdienst. Bei den Proben wie auch im Gottesdienst müssen Sängerinnen und Sänger einen Abstand von mindestens zwei Metern zueinander und von vier Metern zu anderen Gläubigen einhalten.
  • Für einen Gottesdienst vorbereitende Proben gilt: mind. 7 qm Raumgröße pro Person, alle 30 Minuten Querlüften, vorzugsweise in Kirchenräumen proben (abseits der Heizungsschächte), max. 90 Min. Probendauer.
  • Zwischen Kantoren/Vorsängergruppe und Gottesdienstbesuchern ist ein Abstand von 4 m einzuhalten.

Geistliche Konzerte

  • Geistliche Konzerte mit Publikum können nicht durchgeführt werden. Kirchenmusikalisch besonders gestaltete Gottesdienste sind unter den o.a. Bedingungen weiterhin möglich. Geistliche Konzerte ohne Publikum sind als Live-Streams weiterhin möglich.
  • Als Beginn einer Liturgie oder auch zu deren Ausklang ist es möglich, im Freien vor der Kirche unter Wahrung der angegebenen Abstandsregeln und Einhaltung der Maskenpflicht für bis zu 10 Minuten einige adventliche/weihnachtliche Lieder gemeinsam zu singen. Eine kleine Instrumentalgruppe kann dazu einbezogen werden. 

Taufen

Die Feier der der Taufe ist grundsätzlich möglich. Bei der Taufe stellen die Bezeichnung mit dem Kreuzzeichen, das Auflegen der Hände und die Berührungen bei den ausdeutenden Zeichen keine gesundheitliche Gefahr dar. Um jede Gefahr auszuschließen, reinigt bzw. desinfiziert der Taufspender sich vor und ggf. auch während der Feier seine Hände.

Um eine Ansteckung durch die Atemluft zu vermeiden, sollte der Taufspender jeweils zunächst im Abstand von 1,5 bis 2 Metern die deutenden Worte sprechen und erst dann Nähertreten, um die Zeichenhandlung zu vollziehen. Alternativ dazu kann er auch einen Mundschutz tragen. Bei der Taufe selbst können die Zeichenhandlung (Übergießen mit Wasser) und die sakramentalen Worte (N., ich taufe dich …) nicht getrennt werden. Spätestens jetzt ist ein Mundschutz der Nahestehenden (Taufspender, Eltern, Paten etc.) erforderlich.

Kirchliche Trauungen

Kirchliche Trauungen sin möglich. Bei den Dialogen zur Vermählung ist der Mindestabstand zwischen Brautpaar und assistierendem Geistlichen zu berücksichtigen. Zur Bestätigung der Vermählung empfiehlt es sich, nach der Einladung „Reichen Sie nun einander die rechte Hand“ vorzutreten, die Stola schweigend um die beiden Hände zu legen, wieder zurückzutreten und erst dann fortzufahren.

Erstkommunionfeiern

Es ist abzusehen, dass die Einschränkungen im öffentlichen und kirchlichen Leben nicht nur einige Wochen, sondern vermutlich einige Monate gelten werden. Das hat zur Folge, dass Erstkommunionfeiern, Firmfeiern und Hochzeiten auf absehbare Zeit leider nicht in den bisher gewohnten gottesdienstlichen Größenordnungen gefeiert werden können. Auch die familiären Feiern danach werden noch längere Zeit von Einschränkungen betroffen sein. Daher empfiehlt sich örtlich entsprechend und zeitnah ein kleiner Rahmen.

Grundsätzlich sind die Pfarrer und Pastoralteams vor Ort diejenigen, die eine konkrete Situation am besten einschätzen können.

Firmungen

Firmungen finden mit einem eigenen Hygienekonzept statt. Firmkandidatinnen und -kandidaten können sich für Auskünfte an ihr jeweiliges Pfarrbüro wenden.

Bei Beisetzungen sind die Auflagen der Kommunen zu beachten. Gemäß § 13 Abs. 2 Nr. 5 CoronaSchVO NRW gibt es keine Begrenzung der Personenzahl. Bis auf die nahen Angehörigen müssen die Teilnehmenden den Mindestabstand einhalten und eine medizinische Maske tragen.

Exequien bzw. Begräbnismessen sind unter denselben Bedingungen wie andere öffentlichen Gottesdienste möglich.

Bei Beerdigungen von Corona-Infizierten kann der verschlossene Sarg während des Beerdigungsgottesdienstes im Kirchenraum aufgebahrt werden. Bei einer entsprechend den Vorgaben durchgeführten Versorgung des Leichnams durch das Beerdigungsinstitut und Einhaltung der übrigen Bestimmungen dieses Hygienekonzepts ist aus medizinischer Sicht keine Gefährdung für die Gottesdienstbesucher zu erwarten.

Auch in den Kirchen des Erzbistums Köln können weiterhin Gottesdienste in Anwesenheit von Gläubigen gefeiert werden, sofern strenge Ordnungs-, Abstands- und Hygieneregeln befolgt werden. Gläubige, die keinen Gottesdienst besuchen können, sind eingeladen, den Sonntag dennoch zu heiligen, indem sie über die Medien an einer konkreten Eucharistiefeier teilnehmen und diese intentional mitfeiern. Wenn sie dann nicht kommunizieren können, ist dennoch die geistliche Kommunion möglich, d.h. sie können sich im Gebet mit Christus verbinden.

DOMRADIO.DE überträgt an den Sonntagen die Heilige Messe aus dem Kölner Dom um 10:00 Uhr, an allen Werktagen morgens um 8:00 Uhr.

Auf erzbistum-koeln.de/livemesse finden Sie viele Livestream-Angebote aus Pfarrgemeinden im Erzbistum. Besonders zu Heiligabend und Weihnachten ist das Angebot sehr groß!

In der gegenwärtigen Ausnahmesituation gelten im Erzbistum Köln weiterhin die "schwerwiegenden Gründe", unter denen die Sonntagspflicht ausgesetzt ist.

Sollten wir als Gläubige nicht mehr auf das Gebet setzen statt auf hygienische Maßnahmen?

Unser Glaube bekennt, dass nicht nur die Seele des Menschen dem Schöpferwillen Gottes entspringt und entspricht, sondern auch sein Leib. Gemäß dem verbindlichen Katechismus der Katholischen Kirche hat dieser ebenfalls "an der Würde des Seins 'nach dem Bilde Gottes' teil" (n. 364). Deshalb darf man "das leibliche Leben nicht geringachten", sondern muss "im Gegenteil seinen Leib als von Gott geschaffen und zur Auferweckung am Jüngsten Tag bestimmt für gut und der Ehre würdig halten" (Zweites Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution 14,1).

Bei der Sorge für unseren Leib sind wir zwar auf Gottes Gnade angewiesen, sollen aber mit dieser zusammenwirken. Insofern haben wir für unsere Gesundheit "auf vernünftige Weise Sorge zu tragen und dabei auch die Bedürfnisse anderer und das Gemeinwohl zu berücksichtigen", wie wiederum der Katechismus mahnt (n. 2288). Er kommt zu dem Schluss: "Selbstverständlich schließt das Gebet den Gebrauch sinnvoller natürlicher Mittel zur Bewahrung und Wiedererlangung der Gesundheit nicht aus, sondern ermutigt vielmehr dazu, so wie es die Kinder der Kirche auch antreibt, sich um die Kranken zu sorgen und ihnen im Bemühen, über die Krankheit zu siegen, Hilfe an Leib und Geist zu gewähren. Es liegt nämlich durchaus im Plan der göttlichen Vorsehung, dass der Mensch gegen jede Art von Krankheit entschieden ankämpft und sich gewissenhaft mit aller Sorgfalt um das hohe Gut der Gesundheit bemüht" (n. 2834).

Kann es für einen traditionsbewussten Glauben wie den katholischen richtig sein, wegen eines Virus auf Gewohntes, Bewährtes und Geschätztes zu verzichten?

Wenn die Christen wie die Juden an den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs glauben, den "Gott eurer Väter" (Ex 3,6.13), dann gehören zu diesem Glauben geradezu naturgemäß auch Traditionen, überlieferte Überzeugungen und Bräuche, die man nicht geringschätzen sollte. So sehr aber Jesu Frohbotschaft auf solchen Überlieferungen aufbaute, so sehr war sie doch "eine neue Lehre mit Vollmacht" (Mk 1,27). Von Anfang an sind die Christen sich bewusst, dass sie "in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln" (Röm 6,4) und "in der neuen Wirklichkeit des Geistes dienen" (7,6). Christus selbst hat sehr pointiert darauf verwiesen, dass niemand "jungen Wein in alte Schläuche [füllt]. ... Junger Wein gehört in neue Schläuche" (Mk 2,22). Neues ist kein Feind des Christentums, sondern geradezu Teil seines Wesens!

Als Teile der Jerusalemer Urgemeinde verfolgt und zerstreut wurden, mussten sie auf vieles verzichten, was sie gewohnt waren und schätzten. Gerade dadurch aber wurde der erste Schritt zur Weltkirche getan, weil die Christen nun auch in der heidnischen Umwelt ihren Glauben bezeugten. Auf solchen krummen Zeilen schreibt Gott gerade! Wir müssen lernen, im Neuen, Fremden und Ungewohnten den Willen Gottes zu erkennen, ihn anzunehmen und zu tun. An der gegenwärtigen Herausforderung durch das Virus und den damit verbundenen Einschränkungen auch des religiösen Lebens muss unser Glaube nicht Schaden nehmen oder gar zerbrechen. Möglicherweise gelingt es uns gerade jetzt, lähmende Routinen zu durchbrechen, Gleichgültigkeit und Oberflächlichkeit abzuschütteln, die sich unbemerkt in unser religiöses Leben eingeschlichen haben! Wenn wir so unser Herz bereiten, können wir auch zu einer ganz neuen Wertschätzung des Glaubens gelangen, zu neuen Wegen, christlich zu beten, zu verkünden und zu wirken, kurz: zu einer neuen Perspektive, die unseren persönlichen Glauben bewusster, reicher und froher macht. 

Ist angesichts der gegenwärtige Epidemie nicht heroischer Bekennermut gefragt?

"Hauptsache gesund" - man stelle sich diese heute oft zu vernehmende Devise einmal im Mund eines Märtyrers vor! Die katholische Sittenlehre fordert zwar dazu auf, "das leibliche Leben zu achten", erklärt dieses aber "nicht zu einem absoluten Wert" (Katechismus der Katholischen Kirche 2289). Christus selbst hat das in drastische Worte gekleidet, wenn er während der Bergpredigt ausruft: "Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird" (Mt 5,29).

Wie der Text selbst erkennen lässt, gilt das Gebot, das leibliche Wohlergehen hintanzustellen, aber speziell für den Fall, dass dieses dem ewigen Heil schadet. Christliche Nächstenliebe tritt nicht nur in den großen Gesten zutage, sondern durchaus auch in kleinen Dingen. In unseren Tagen äußert sie sich schon darin, dass man um der Gesundheit anderer willen auf einen Besuch verzichtet, den man gerne gemacht hätte, oder auf eine Gesellschaft, die man sucht. Man kann "in seine Kammer gehen, die Tür zuschließen und dann zum Vater beten, der im Verborgenen ist" (vgl. Matthäusevangelium 6, 6) - also auch ohne von einer sichtbaren Gebetsgemeinschaft oder offiziellen Liturgie der Kirche getragen zu werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich für andere zu engagieren, die schlechter dran sind als man selbst.

Tatsächlich heroisch ist der alltägliche Einsatz derjenigen, die im Gesundheitswesen beschäftigt sind. Dasselbe gilt für solche, die auf die schützende Isolation verzichten und an ihrem Platz bleiben, um wichtige Grunddienste unserer Gesellschaft aufrechtzuerhalten: nicht aus Leichtsinn, sondern aus ihrem Verantwortungsgefühl heraus. Kurz: Während dieser Krise besteht der Heroismus natürlich nicht in Fahrlässigkeit. Wir finden ihn vielmehr überall da, wo Menschen sich trotz der gegenwärtig massiven Gefahren für Leib und Leben solidarisch für das Wohl der anderen einsetzen.

Am 19. Januar haben Bund und Länder die Verlängerung der bestehenden Maßnahmen und Regelungen sowie einige neue Regeln beschlossen.

Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder und die Bundeskanzlerin haben sich am 19. Januar auf die Verlängerung der seit 11. Januar 2021 geltenden Maßnahmen und Regelungen bis zum 14. Februar sowie auf weiterführende Maßnahmen geeinigt, um die Ausbreitung des Virus noch wirksamer zu bekämpfen. Die neuen Regeln in NRW treten mit der Coronaschutzverordnung ab 25. Januar 2021 in Kraft.
Ministerpräsident Armin Laschet hat nach den Bund-Länder-Beratungen über die Ergebnisse informiert.

Die Betreuungsgarantie gilt, aber alle Eltern sind dringend aufgerufen, die Betreuung ihrer Kinder – wenn immer möglich – selbst sicherzustellen. Es besteht kein Betretungsverbot.
Kinder, für die der Besuch in ihrem Kindertagesbetreuungsangebot unverzichtbar ist, können weiter betreut werden.

Wenn Eltern Hilfe und eine Betreuung brauchen, bekommen sie diese. Das gilt ausdrücklich für berufliche, familiäre und bei dem Kind selbst bestehende Gründe.

Weitere Informationen entnehmen Sie der aktuell, gültigen gesetzlichen Vorgaben sowie der Homepage des Landes NRW:

Was gilt bei Kindern in Bezug auf die Maskenpflicht?

Weiterhin gilt, dass Kinder bis zum Schuleintritt von der Maskenpflicht ausgenommen sind.

Einschränkungen in den Kitas:

Kinderbetreuung in festen Gruppen

  • Die Betreuung hat in festen Gruppen zu erfolgen, d.h. es gelten fest zugeordnete und genutzte Räumlichkeiten.
  • Die Gruppenbetreuung hat eine feste Zusammensetzung (immer dieselben Kinder) mit einem festen Personalstamm.
  • Die einzelnen Gruppen sollen keinen unmittelbaren Kontakt zueinander haben.
  • Offene und teiloffene Konzepte dürfen nicht umgesetzt werden.

Einschränkung von Betreuungszeiten

  • Die individuellen Betreuungszeiten werden um 10 Stunden eingeschränkt
    • für Kinder mit einem Betreuungsvertrag von 25 Stunden auf 15 Stunden,
    • für Kinder mit einem Betreuungsvertrag von 35 Stunden auf 25 Stunden,
    • für Kinder mit einem Betreuungsvertrag von 45 Stunden auf 35 Stunden.

Um den pandemiebedingten Gefahren und Herausforderungen weiterhin in bestmöglicher Weise zu begegnen, wurden seitens der zuständigen Landesbehörden für den Kitabetrieb begleitende Empfehlungen ausgesprochen:

  • Alle Erwachsenen haben einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einzuhalten. Das gilt für die Beschäftigten und Kindertagespflegepersonen untereinander, zwischen den Beschäftigten bzw. Kindertagespflegepersonen und den Eltern und den Beschäftigten bzw. Kindertagespflegepersonen und Externen.
  • Im Umgang mit anderen Erwachsenen muss immer dann eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, wenn der Abstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist.
  • Eine Rückverfolgbarkeit von möglicherweise eintretendem Infektionsgeschehen muss weiterhin gewährleistet werden.
  • Notwendige Hygienemaßnahmen sind entsprechend dem Hygiene- und Infektionskonzept der Einrichtung umzusetzen.

Kinder mit Krankheitssymptomen

  • Grundsätzlich gilt, dass Kinder mit Fieber und Symptomen, die auf eine akute, infektiöse und ansteckende Erkrankung hinweisen, nicht betreut werden sollen.
  • Treten die Symptome in der Einrichtung auf, sind die Kinder von den Eltern abzuholen.
    Ein besonderes Augenmerk gilt für Symptome, die auch für eine COVID-19-Erkrankung kennzeichnend sein können (wie z.B. Fieber, trockener Husten, Atemnot, Halsschmerzen, Verlust des Geruchs-/Geschmacksinns, Muskel- und Gliederschmerzen). Eltern sind in der Verantwortung, die Symptome ggf. ärztlich abzuklären.
  • Auch Schnupfen kann auf eine COVID-19-Erkrankung hindeuten. Es wird empfohlen, Kinder 24 Stunden zu Hause zu beobachten, ob weitere Symptome hinzukommen.
    Wenn das nicht der Fall ist, können die Kinder wieder in der Einrichtung betreut werden.

Das Land Rheinland-Pfalz hat in der Regel vergleichbare, zum Teil jedoch auch abweichende Vorgaben erlassen, über die die Kita-Einrichtungen informiert sind.

Zudem kann es im Fall von angezeigten Notsituationen (Erkrankung des Betreuungspersonals, Quarantänemaßnahmen etc.) zu einer Reduktion von Angeboten kommen müssen.

Hierfür bitten wir um Ihr Verständnis. Gemeinsam mit den Trägern tun wir alles Mögliche, um auch mit den beschriebenen Einschränkungen einen geregelten Betrieb auf gewohnt hohem Niveau sicherzustellen.

Bei konkreten Fragen wenden Sie sich gerne an das Referat Kindertageseinrichtungen und Familienzentren im Erzbistum Köln (kita@erzbistum-koeln.de).

Das Erzbistum hat für die Erzbischöflichen Schulen bisher die Vorgaben der nordrhein-westfälischen Landesregierung sowie des Ministeriums für Schule und Bildung im Wesentlichen immer übernommen. Das ist grundsätzlich auch weiterhin so vorgesehen. 

Die Detailregelungen des Schulministeriums werden jeweils nach Erscheinen vom Schulträger geprüft. Im Anschluss erfolgt die Entscheidung darüber, wie die Regelungen des Ministeriums an den Erzbischöflichen Schulen konkret umgesetzt werden. Die Schulleitungen werden hierüber so schnell wie möglich informiert. Sie unterrichten im Anschluss die Schulöffentlichkeit auf den vor Ort bewährten Wegen. 

Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft werden gebeten, sich auf der Homepage ihrer Schule regelmäßig über den aktuellen Stand der geltenden Regelungen zu informieren.

Informationen zu den allgemeinen Regelungen des Landes hinsichtlich des Corona-Virus finden Sie auch unter: www.schulministerium.nrw.de 

Alle Informationen zum Umgang mit der Ausbreitung des Corona-Virus, die seit Ende Februar an die Pastoralen Dienste versendet wurden:

> www.seelsorgepersonal.de

 

Weitere Informationen:

> Tipps für Fenster-Gottesdienste in Einrichtungen der Alten-, Behinderten-, und Hospizarbeit

> Tipps für das Livestreamen von Gottesdiensten

Corona-Krisenstab Erzbistum Köln

Für das Erzbischöfliche Generalvikariat ist ein Corona-Krisenstab eingerichtet. 

Sie erreichen den Corona-Krisenstab unter: corona@erzbistum-koeln.de

Zentrale Aufgaben des Krisenstabs

  • Koordination von Maßnahmen, die vom Krisenstab oder vom Generalvikar im Zusammenhang mit Covid-19 getroffen werden.
  • Gewährleistung der Vernetzung und der Information der Organisationseinheiten, der Einrichtungen und Dienststellen.
  • Koordination von Maßnahmen und Empfehlungen für die Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbände, u. a. mit Unterstützung der Regionalrendanturen, der leitenden Pfarrer und der Verwaltungsleitungen.
  • Entscheidung über Maßnahmen.